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Terminshopping – die zukunftsfähige und krisensichere Lösung für den stationären Handel?


Aufgrund der hohen Infektionszahlen in der Corona-Pandemie kam es in der letzten Zeit zu wochen-, manchmal monatelangen Schließungen des Einzelhandels. Während der Onlinehandel boomt, leidet insbesondere der stationäre Handel unter der Situation und das trotz neuer Services, wie dem Terminshopping. Das IFH Köln (Institut für Handelsforschung) hat die Angebote wie Click & Collect oder Click & Meet einmal genauer unter die Lupe genommen.

Das Ergebnis der Analyse: Der Service „Terminshopping“ wird eher selten genutzt. Gewinner der Krise ist und bleibt der E-Commerce. Ganze 43 Prozent der befragten Konsument*innen gaben an, dass sie Käufe, die sie sonst stationär erledigt hätten, nun online abwickeln. Doch woran liegt das?

Bei dem Serviceangebot Click & Collect können Online-Bestellungen in einem stationären Einzelhandelsgeschäft abgeholt wird. Bei dem Angebot Click & Meet kann man nur mit Terminvergabe im Ladengeschäft einkaufen. Beide Optionen zählen zu den so genannten „Cross-Channel-Services“. Die Abholung von online-bestellten Waren ist mit 82 Prozent unter den Befragten bekannter als das Terminshopping mit nur 75 Prozent. Bei der Untersuchung wurde deutlich, dass die jüngere Generation im Alter zwischen 18 und 29 Jahren die Angebote deutlich besser annehmen.

In den Handelsbranchen Fashion und Accessoires kommen die Services gut an: 42 Prozent der Befragten können sich hier vorstellen, Shoppingtermine wahrzunehmen. Auch in den Bereichen „Fitness & Sport“ sowie „Wohnen und Einrichten“ ist das Shoppingerlebnis mit Termin für Konsument*innen sehr attraktiv. Click & Collect wird insbesondere in den Bereichen “Heimwerken & Garten” (51 %) sowie “Freizeit & Hobby” (46 %) gut angenommen.

Klar ist: Beide Angebote bieten eine Menge Vorteile. Bei Click & Collect lassen sich beispielsweise Versandkosten sparen und eine Fachberatung vor Ort ist u.U. möglich. Beim Einkaufen mit Termin wird die Ansteckungsgefahr deutlich minimiert und man muss bei Besucherbegrenzungen nicht lange vor den Läden Schlange stehen. Trotzdem wird das Angebot in Deutschland noch verhalten genutzt. Das kann an einer mangelnden Servicequalität, aber auch an unzureichender Kommunikation, wie die Konzepte konkret funktionieren, liegen.

In Zeiten, wo lokale Läden ganz schließen müssen, kommen leider auch Click & Collect oder Click & Meet nicht mehr zum Einsatz. Eine alternative Lösung in diesem Fall beziehungsweise eine Ergänzung zum Click & Collect-Konzept, bieten intelligente Paketschränke, die vom Händler selbst befüllt werden können. Empfänger bekommen bei der Paketeinlagerung in den Schrank automatisch eine Benachrichtigung und können ihr Paket mithilfe eines Codes selbständig und wann immer sie möchten abholen – sogar ganz ohne Termin.

Presse-Kontakt:

Ulrike Morlock

E-Mail ulrike.morlock@pakadoo.de