Skip to main content

RP Online

 

Darf ich mir private Pakete ins Büro liefern lassen?

 

In der Vorweihnachtszeit nimmt der Paketversand sprunghaft zu. Aber darf man sich die privaten Pakete auch an den Arbeitsplatz bestellen? Ein Start-up hat den Bereich als Nische erkannt.

 

Gerade zur Weihnachtszeit tun es viele, so als ob es ganz selbstverständlich sei, und geben beim Geschenkekauf im Internet einfach die Arbeitsadresse als Lieferort an. Das ist auch praktisch, man ist ja meist im Büro, wenn die Zusteller liefern. Praktisch ist es in der Tat, rechtlich aber heikel. Viele Arbeitgeber dürften die die Lieferung privater Pakete an den Arbeitsplatz dulden. Sie könnten es aber verbieten – und im Extremfall sogar eine Kündigung aussprechen.

 

Denn rechtlich handelt es sich um eine Grauzone. Einerseits hätten Arbeitnehmer keinen Anspruch darauf, sagt der Anwalt Julius Reiter von der Düsseldorfer Kanzlei Baum Reiter & Collegen. Laut dem Experten für Arbeitsrecht sei der Arbeitgeber andererseits aber verpflichtet, Privatpost auszugeben. Wenn es keine klare Ansage vom Chef gibt, ist die Sachlage also unklar...

 

...Ein deutsches Start-up hat die Grauzone der privaten Sendungen im Büro sogar als Marktlücke erkannt – und nutzt sie erfolgreich. Pakadoo heißt die Firma, zu deren Kunden die Deutsche Bahn, Bosch und IBM gehören. Das Konzept: Firmen bezahlen für Software und App und legen einen Empfangsort fest. Mitarbeiter registrieren sich und bekommen eine E-Mail, wenn die Sendung da ist. Der Chef kann auch bestimmen, zu welcher Zeit man die Pakete abholen darf...

HIER WEITERLESEN