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Onlineshopping im Ausland: hier drohen Zollgebühren!

 

Bestellen Sie ab und zu auch im Ausland? Dann sollten Sie genau darauf achten, ob die Sendung aus einem Land innerhalb oder außerhalb der EU kommt. Denn der Empfang von Sendungen innerhalb der EU ist zollfrei, der Empfang aus einem nicht EU-Land wie z.B. USA, China, Schweiz und seit dem Brexit auch Großbritannien ist hingegen zollpflichtig. Vorsicht ist insbesondere auch beim Einkauf über Plattformen wie eBay oder Amazon Marketplace geboten, hier müssen Sie genau hinschauen, woher die Ware kommt.

 

Hier haben wir alle wichtigen Infos für Sie zusammengefasst, damit ihre Pakete reibungslos den Zoll passieren und Sie keine bösen Überraschungen durch nicht einkalkulierte Kosten erleben.

 

Überprüfen Sie den Onlineshop: Aus welchem Land wird die Ware geliefert? Handelt es sich hierbei um ein nicht EU-Land? Manche Onlineshops informieren ihre Kunden bereits im Kaufprozess über die anfallenden Zollgebühren, die je nach Wert der Ware variieren können. Ansonsten schauen Sie doch mal in die FAQs.

 

Hier drohen Ihnen Zusatzkosten: Ab 1. Juli 2021 entfällt die Freigrenze von 22 Euro für Warensendungen nach Deutschland. Das bedeutet, dass Kunden grundsätzlich für jede Ware, die sie in einem Nicht-EU-Land bestellen, Einfuhrumsatzsteuer bezahlen müssen. Sie entspricht der Mehrwertsteuer von 19 Prozent. Bei bestimmten Waren ist sie auf sieben Prozent ermäßigt. Das betrifft zum Beispiel Bücher und bestimmte Lebensmittel, aber auch orthopädische Hilfsmittel oder Kunstgegenstände.

 

Hier werden für Sie Zollgebühren fällig: Zusätzlich zur Einfuhrumsatzsteuer fällt bei Sendungen aus dem Nicht-EU-Ausland über 150 Euro Warenwert Zoll an. Wie viel, hängt von der Produktgruppe und dem Wert der Ware ab und davon, aus welchem Land das Paket versendet wurde.

 

In diesem Fall müssen Sie zum Zollamt: Alle Sendungen aus Nicht-EU-Staaten müssen vom Zoll abgefertigt werden. Der Absender sollte dafür außen eine sogenannte Zollinhaltserklärung anbringen, aus der hervorgeht, was im Paket ist und wie hoch der Zollwert ist. Daher ist es wichtig, dass Sie sich vorab im Onlineshop über den Zoll informieren. Fehlen nämlich Angaben zum Inhalt der Sendung oder gibt es Zweifel, ob die Erklärung korrekt ist, landet die Ware beim örtlichen Zollamt und muss dort abgeholt werden.

 

Wenn Sie ihre Ware vom Zollamt holen, sollten Sie die entsprechenden Nachweise, also Rechnungen oder Zahlungsbestätigungen, auf jeden Fall dabeihaben.

 

Die Wartezeiten im Zollamt können lang werden. Wenn Sie sich den Aufwand ersparen möchten, können Sie sich auch von der Post vertreten lassen. Dafür schickt man das Benachrichtigungsschreiben zusammen mit den fehlenden Unterlagen zur Zollstelle. Die fälligen Kosten entrichtet man dann beim Postboten. In der Regel ist das bequemer, aber meist müssen Sie dann noch etwas länger auf ihre Ware warten.

 

Egal ob man die Verzollung selbst erledigt oder der Post überlässt: Allzu lange sollte Sie sich nicht Zeit lassen. Nach 14 Tagen senden die Zollämter die Ware nämlich zurück an den Absender.

 

Weitere Informationen finden Sie direkt auf der Seite des Zollamts.

Presse-Kontakt:

Ulrike Morlock

E-Mail ulrike.morlock@pakadoo.de