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LocalCommerce-Plattformen: Kurz vor dem Durchbruch oder Totgeburt?

 

Was den eCommerce freut, erfüllt den stationären Einzelhandel mit Grauen. Zumindest war es bisher so. Doch den „guten alten Zeiten“ nachzutrauern hilft nicht. Längst machen sich Einzelhändler Gedanken, wie sie sich dem Trend anpassen können. Viele haben zusätzlich zu den lokalen Filialen einen Online-Shop eingerichtet. Ein erster Schritt. Manche Städte haben bereits versucht, den Einzelhandel über lokale Online-Plattformen wieder attraktiver zu machen. Nach dem Motto: Was Amazon kann, können wir auch.

 

Ähnlich wie beim eCommerce können sich potenzielle Kunden auf der LocalCommerce-Plattform über das Angebot informieren, die Ware bestellen und bezahlen. Aufgrund der kurzen Wege haben lokale Geschäfte sogar einen Vorteil gegenüber dem Online-Handel: Sie können schneller liefern bzw. die bestellte Ware per Click&Collect zum Abholen bereitstellen, je nach den Bedürfnissen des Kunden.

 

Erste Praxistests solcher lokalen Plattformen liefen jedoch eher schleppend. Laut einer Studie von Studierenden der Hochschule Koblenz gaben 60 Prozent von über 200 befragten Einzelhändlern an, dass durch die LocalCommerce-Plattform weder die Zahl der Kunden noch die Umsätze gestiegen seien. Lokale Händler sind daher skeptisch und zögern, sich an solchen Projekten zu beteiligen. So ist die einsehbare Warenvielfalt auf diesen Plattformen sehr bescheiden. Dies wiederum bietet für Konsumenten einen zu geringen Anreiz, sich auf der lokalen Online-Plattform zu registrieren – wo es doch bei Amazon und Co. nahezu alles gibt.

 

Ist die Idee damit gestorben? Nicht, wenn es gelingt, diesen Teufelskreis zu durchbrechen! Statt bei Null anzufangen, kann eine LocalCommerce-Plattform auch mit bereits bestehenden Strukturen verknüpft werden. So sind bei pakadoo beispielsweise bundesweit bereits über 46.000 Menschen registriert, die sich ihre online geshoppten Pakete an den Arbeitsplatz oder in einen paketdienstleister-übergreifenden Paketschrank liefern lassen. Je nach Stadt und Region hätte der lokale Handel schon mehrere hundert bis mehrere tausend Adressaten für sein LocalCommerce-Angebot. Und das, bevor sich die erste Person extra deshalb registriert.

 

Optimalerweise ist das Angebot eingebettet in ein gesamtstädtisches Logistikkonzept für Online- und Offlinehandel. Ein Netz an Paketannahme- und Ausgabestellen in Unternehmen und im öffentlichen Raum ermöglicht es den Bürgern, ihre Einkäufe dort zu empfangen wo sie sich aufhalten. Berufstätige können ladenöffnungszeiten-unabhängig einkaufen oder ihre online gekauften Pakete beim Offline-Shopping gleich mitnehmen.

 

Ein solcher Paketschrank steht beispielsweise im Einkaufszentrum LAGO in Konstanz. Das Angebot ist so beliebt, dass die Zahl der Paketfächer bereits mehrfach erweitert wurde. Paketschränke im öffentlichen Raum bieten Einzelhändlern die Möglichkeit, ihre Öffnungszeiten quasi zu verlängern. Davon profitieren sowohl große Ketten als auch kleine Geschäfte wie Buchläden oder Wäschereien. Durch die Einbindung in die pakadoo Community können lokale Händler ihre Bekanntheit erhöhen und neue Zielgruppen erschließen.

Presse-Kontakt:

Ulrike Morlock

E-Mail presse@pakadoo.de