Nie wieder für Pakete Schlange stehen

Mit dieser Mission haben wir unseren Service begonnen. Auch wenn wir uns seitdem ständig weiterentwickelt haben, steht bei uns immer der Mensch und seine Bedürfnisse im Mittelpunkt: Menschen sollen sich dort wohlfühlen, wo sie leben und arbeiten.

Daher möchten wir nicht einfach ein Produkt verkaufen, sondern gemeinsam mit unseren Kunden die für sie beste Lösung entwickeln.

Wie die pakadoo Story begann…

Es war an einem Dienstagabend im Herbst 2012. Kris Van Lancker (im Bild links), damals Key Account Manager bei der LGI Logistics Group International GmbH in Herrenberg, war gerade aus dem Büro gekommen und leerte seinen Briefkasten. Bei seiner Post war mal wieder eine Abholkarte des Paketboten – und gedanklich sah sich Kris bereits am Samstagmorgen in der Warteschlange seiner Postfiliale stehen. Diese schloss nämlich unter der Woche so früh, dass er seine Pakete nach der Arbeit dort nicht mehr abholen konnte.

So wie mir wird es vielen Leute gehen, dachte er. Daher fragte er sich, warum es hier keine bessere Lösung  gab? Warum konnte man seine Pakete denn nicht direkt ins Büro schicken lassen, wenn man sowieso den ganzen Tag über dort ist? Wäre das nicht auch für die Paketfahrer eine Erleichterung, wenn diese, statt Abholkarten zu verteilen, viele Pakete gebündelt zu Mitarbeitern in Unternehmen bringen können? Und würde davon nicht auch die Umwelt profitieren? Aus diesen Gedanken entwickelte Kris spontan eine Geschäftsidee.

So hatte Kris bereits eine Lösungsmöglichkeit für das Problem entwickelt, bevor er sein Paket am nächsten Samstag abholen konnte…

2012 – 2014

Von der Idee zum Minimal Viable Product

Ein paar Monate später veranstaltete sein damaliger Vorgesetzter Markus Ziegler einen Innovations-Workshop. Er war auf der Suche nach neuen Ideen, aus denen sich weitere Geschäftsfelder ergeben können. Dort brachte Kris seine Geschäftsidee einfach mit und erklärte, wie er sich die Umsetzung vorstellte: über ein einfaches, App-basiertes Paketverwaltungs-System mit Benachrichtigungsfunktion, das man mit jedem Smartphone bedienen kann.

Markus fand die Idee sehr cool und nach Abstimmung mit der Geschäftsleitung durfte Kris zusammen mit einigen ebenso begeisterten Kollegen, u.a. Conny Hilje, die heute noch bei pakadoo Ideen in konkrete Spezifikationen „übersetzt“, einen Prototyp bauen. Innerhalb von drei Monaten wurde ein Minimal Viable Product entwickelt: eine App, die ohne Integrationsaufwand für die Paketverwaltung in Unternehmen genutzt werden kann, sowie eine Software-Plattform zur Nutzerregistrierung.  Der Service von pakadoo, der damals noch den Arbeitstitel HiO (Home in Office) trug, war „geboren“.

2014 – 2016

Testphase bei HP und deutschlandweiter Rollout

Bei dem früheren Mutterkonzern der LGI, der Hewlett Packard GmbH, konnte der Service getestet werden. Nach einer erfolgreichen Testphase von nur zwei Monaten, in der man viele begeisterte Rückmeldungen der zahlreichen Nutzer bekommen hatte, beschloss HP, den Service 2014 auf alle Standorte in Deutschland auszurollen. Und die LGI entschied sich, aus dem MVP ein Geschäftsfeld zu machen und eine Marketing- und Vertriebsstrategie zu entwickeln. Der Service bekam den endgültigen Namen „pakadoo“.

Im Jahr 2015 kam Michael Strohäcker als Vertriebs-Mitarbeiter ins Team. 2016 wurden Kris und Markus für die Entwicklung des Service mit dem LEO Innovations-Award ausgezeichnet.

2016 – 2018

Vom Corporate Startup zur eigenständigen GmbH

Schnell wurden Kunden gewonnen und das Team wuchs. Aus der Abteilung pakadoo wurde unter der Leitung von Markus ein Corporate Startup der LGI. Dieses wurde Ende 2018 als pakadoo GmbH von Markus und Michael ausgegründet.

Die beiden treibt eine Motivation an: pakadoo soll dazu beitragen, dass sich Menschen dort wohlfühlen, wo sie leben und arbeiten – der Kunde und seine Bedürfnisse stehen immer im Mittelpunkt. Daher wird der Service, der für seine Innovationskraft und vor allem auch seine Nachhaltigkeit mehrfach ausgezeichnet worden ist, permanent optimiert, weiterentwickelt und ausgebaut.

2018 – 2020

Nicht nur das Team, sondern auch das Portfolio wird vergrößert

In Zusammenarbeit mit Kunden, die von dem einfachen Handling der Mitarbeiterpakete mit der pakadoo App begeistert waren, wurde eine Softwarelösung für den Empfang und die Verwaltung von allen eingehenden Paketen und Warenlieferungen entwickelt. Kombiniert mit anbieteroffenen pakadoo Paketstationen, können damit heute individuelle Campuslösungen für die Intralogistik angeboten werden. So kann nicht nur die interne Paketverwaltung, sondern auch Wareneingang und -ausgabe effizienter, transparenter und auch sicherer gemacht werden.

Paketdienstunabhängige pakadoo Paketstationen, an denen Pakete rund um die Uhr abgeholt werden können, stehen mittlerweile nicht nur in Unternehmen, sondern auch an öffentlichen Standorten, an denen Menschen sich häufig aufhalten oder vorbeikommen, wie z.B.in Shopping-Centern, Stadtzentren und in der Nähe von S-Bahn-Haltestellen.

seit 2020

Erweiterung der Lösung für Unternehmen auf ganze Städte

Die anbieteroffenen Paketstationen sind mittlerweile ein wichtiger Baustein von City-Logistik-Projekten. In diese bringt pakadoo nicht nur seine langjährige Expertise in der Last-Mile-Logistik ein, sondern auch die Software für die Paketverwaltung in Mikrohubs und am Paketschrank, die eine schnelle Umsetzung der Konzepte ermöglicht.

Auch hier steht die Lebensqualität von Menschen im Vordergrund: Innenstädte sollen von unnötigem Lieferverkehr und den daraus folgenden Emissionen befreit werden und wieder mehr Aufenthaltsqualität gewinnen. Ein wichtiger Bestandteil von attraktiven Innenstädten ist der lokale Handel. Daher wurden Services und eine Software für den lokalen Handel entwickelt, damit auch dieser von den City-Logistik-Projekten profitieren und seinen Kunden attraktive Zusatzservices anbieten kann.

Kris findet jetzt keine Abholkarten mehr in seinem Briefkasten. Und er muss samstags auch nicht mehr in der Postfiliale Schlange stehen. Doch die pakadoo Story ist noch lange nicht zu Ende…