Nachhaltige Lösung für die letzte Meile gewinnt

Beim Nachhaltigkeitspreis 2018 der Bundesvereinigung Logistik (BVL) machte die digitale Zustelllösung pakadoo das Rennen. Zur Wahl standen insgesamt acht Einreichungen – zum ersten Mal wurde ein Corporate Startup mit dem Award ausgezeichnet. Die Jury hatte die Lösung überzeugt, weil sie sowohl Lieferverkehr und Emissionen reduziert als auch für alle Beteiligten eine optimierte Zustelllösung für Pakete angebietet. Die Preisverleihung fand am 12. April 2018 in Wien statt.

Ein Konzept, von dem Paketempfänger, Arbeitgeber und KEP-Dienstleister profitieren

Mit pakadoo wurde erstmals ein Corporate Startup mit dem Nachhaltigkeitspreis Logistik ausgezeichnet. Das Konzept überzeugte mit seiner Leitidee für die Anlieferung privater Pakete, die eine Win-win-Situation schafft – sowohl für den privaten Empfänger eines Pakets, als auch für seinen Arbeitgeber und für die mit der Anlieferung befassten KEP-Dienstleister.

„Damit haben sich die Entwickler von pakadoo nicht nur in die Situation der berufstätigen Endkunden, sondern in die aller Beteiligten versetzt und eine den gesamten Vorgang optimierende Lösung entwickelt“, erläuterte der Juryvorsitzende Dr. Christian Plas das Modell in seiner Laudatio. „Der Preis geht darüber hinaus erstmals an ein Projekt, das durch die intelligente Nutzung der neuen digitalen Möglichkeiten erhebliche nachhaltige Effekte erzielt.“

Die Poststelle des Arbeitgebers wird zum Paketshop bzw. zur Paketstation

Das Geschäftsmodell nutzt vorhandene Infrastrukturen und macht die Poststelle des Arbeitgebers zur Paketstation, zum „pakadoo point“. Es ist damit die Antwort auf die zunehmend problematische Zustellung von Paketen zu privaten Haushalten. Gerade bei Berufstätigen entsteht ein erheblicher zeitlicher wie organisatorischer Aufwand, um Empfänger und Paket zusammenzubringen – sei es zu Hause, in der Postfiliale oder an der Abholstation. Hinzu kommen die Kosten und die CO2-Emissionen, die mit mehrfachen erfolglosen Auslieferungsfahrten oder der Eigenabholung der Lieferung verbunden sind.

Steigert Effizienz und reduziert Verkehr, Emissionen und Stress

Voraussetzung für das pakadoo-Modell ist die Bereitschaft des Arbeitgebers, die Anlieferung von Privatpaketen im Unternehmen als Mitarbeiterbenefit anzubieten. Das hat auch für ihn Vorteile, denn er entlastet seine Mitarbeiter von zeitfressenden Wegen und lästigen Terminen. Koordiniert über die pakadoo-Software und die pakadoo-Service-Plattform für die Endkunden werden die Lieferungen so gesteuert, dass sie als privat gekennzeichnet und per ID dem jeweiligen Mitarbeiter zugeordnet am betrieblichen „pakadoo point“ angeliefert werden. Dort kann der Empfänger seine Ware dann beispielsweise in der Mittagspause oder nach Feierabend abholen.

Für die Entscheidung der Jury waren unter anderem folgende nachhaltigen Wirkungen des pakadoo-Systems entscheidend:

Ökologie: pakadoo vermeidet Lieferverkehre und reduziert Emissionen. Der Service leistet einen Beitrag zur Lösung der Herausforderungen urbaner Logistik. Dies umfasst die Anlieferung und die Retouren, die ebenfalls über den „pakadoo point“ erledigt werden können. Ein spezieller Kalkulator, den pakadoo online zur Verfügung stellt, ermöglicht die Berechnung der jährlichen CO2-Einsparung pro Zustellung oder pro Unternehmen.

Ökonomie: Die Nutzung von pakadoo vereinfacht und entspannt Abläufe und senkt damit die Kosten bei allen Beteiligten, also bei den Endkunden, bei deren Arbeitgebern und bei den KEP-Diensten.

Soziales: Die Anlieferung privater Pakete im Unternehmen in einem geordneten logistischen Verfahren ist eine freiwillige soziale Leistung, die zur Work-Life-Balance der Mitarbeiter beiträgt.

Preisübergabe an Markus Ziegler, pakadoo (Mitte) von Prof. Dr.-Ing: Thomas Wimmer, Vorsitzender der Geschäftsführung BVL Deutschland, Prof. Dr. Robert Blackburn, Vorstandsvorsitzender BVL Deutschland, DI Roman Stifter, Präsident BVL Österreich und Dr. Christian Plas, geschäftsführender Gesellschafter BVL Nachhaltigkeitspreis Logistik (von links – Bild: Gary Milano)